Lagerfeuerromantik

Am Feuer sitz ich hier in froher Runde
und schau den Tanz der Flammen an,
wie mit lodernd heißem Munde,
es Funken spuckt, so hoch es kann.

Das Knistern, Zischen, Knallen
ist wie ein Zauber fürs Gemüt.
Wirkt beruhigend bei allen,
wenn es überall schön glüht.

Wie ein Tor zu einer fremden Welt
saugt es die Gedanken ein.
Nichts noch meinen Geist hier hält,
jagt schon zu den Flammen rein.

Doch des Feuers Hitze im Gesicht
lässt mich wieder wachsam werden.
Und als es plötzlich ganz laut zischt,
weilt mein Geist wieder auf Erden.

Ein Bier hat das Geräusch gemacht.
Ein guter Freund hat’s mir gegeben.
Um zu besiegeln diese Nacht:
Wir stoßen an auf unser Leben!