Im Sommerwind

In sanft sich wiegend Blumenmeer
bunte Falter taumeln ohne Ziel.
Der Nektartrunk war viel zu schwer!
Nun hat der Wind mit ihnen leichtes Spiel!

Ein Streichkonzert erklingt indessen,
auf Grillenflügeln zart gestrichen.
Ihr zirp-zirp-zirp ist fein bemessen,
allein die Zeit hat sich davongeschlichen!

Der Hummelchor, er summt ganz leise,
all die schönen Sommerlieder,
als Begleitung schlichter Weise,
für den Sänger im Gefieder.

Die Arie singt der Mönchsgrasmück.
Er hört sich ganz bezaubernd an!
Ach was hab ich für ein hohes Glück,
dass ich all das hier genießen kann!

Der Wind bringt Wolken, von Wasser schwer,
um das Da Capo zu beenden.
Ein mächtig starkes Regentropfenheer
wird den Beifall prasselnd spenden!